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Bartagamen
![]() Herkunft: Bartagamen (pogona) sind Echsentiere und gehören zur Familie der Agamen, welche im südöstlichen Teil Australiens vorkommen und dort in heißen Trockengebieten mit leichtem Baumwuchs leben. Bartagamen sind vorwiegend Einzelgänger. Größe: Bartagamen können bis zu 55 cm lang werden, wovon etwa die Hälfte der Schwanz ausmacht. Die Kehle ist mit kegelförmigen, spitzen Schuppen besetzt, die im vorderen Bereich v-förmig verlaufen, bei den Weibchen ist der Kopf etwas schmaler. Temperatur: Die Tagestemperaturen sollten zwischen 25-30° C liegen. Wichtig ist, dass für die Tiere ein Sonnenplatz eingerichtet wird, wo Temperaturen von bis zu 50° C erreicht werden. Dadurch erhalten die Tiere ihre Aktivitätstemperatur. Nachts kann die Temperatur bei Zimmertemperatur liegen. Luftfeuchtigkeit: Die Bartagame ist ein Wüstentier, deshalb ist die Luftfeuchtigkeit relativ gering zu halten, aber es wird empfohlen einmal täglich kräftig zu sprühen, da Bartagamen die Feuchtigkeit auch über die Haut aufnehmen können. Es empfiehlt sich im Terrarium ein flaches Wasserbecken anzubieten, worin sich die Tiere baden können. Futter: Bartagamen fressen Lebendfutter, wie z.B. Heuschrecken, Heimchen, Mehlwürmer und kleine Mäuse, wobei man Mehlwürmer und kleine Mäuse nur selten verfüttert, weil diese sonst zur Überfettung der Tiere führen. Adulte Tiere sollten zu 80 % nur mit Salat und Kräutern wie z.B. Basilikum, Katzengras, Kiwi, Karotten, Gurken usw. (von Feldsalat ist abzuraten da dieser ein sehr hohen Nitratgehalt hat, was in einigen fällen zu Gicht der Tiere führen kann) gefüttert werden. Vergesellschaftung: In einem großen Terrarium ist es möglich, ein Männchen und ein oder mehrere Weibchen zu halten. Generell können auch Weibchen untereinander vergesellschaftet werden. Es ist davon abzuraten mehrere Männchen zusammen zu halten, weil diese untereinander heftige Revierkämpfe austragen. Naturschutzgesetz: keins Terrarium: Das Terrarium sollte bei zwei Tieren mindestens die Maße von 160x100x80 cm haben. Bei mehreren Tieren ist ein noch größeres Terrarium unumgänglich. Im Terrarium ist es günstig, wenn man die Rückwände strukturiert und dicke Äste anbringt, da Bartagamen gerne klettern. Zusätzlich sollte ein großer Stein unter dem Sonnenplatz liegen und einzelne Felsaufbauten vorhanden sein. Als Bodengrund eignet sich ein lehmhaltiges Sandgemisch. Besonderheit und Verhalten: Eine Besonderheit von Bartagamen ist, dass dieses Terrarientier sehr zutraulich wird und von daher sehr beliebt ist. Ein weiteres Verhalten ist das Kopfnicken der Tiere, was zur Paarung und als Kennzeichen für die Stärke und Überlegenheit eines Tieres dient. Häufig wird es falsch verstanden, wenn das Tier die Augen bei Berührung zu macht. Man denkt vielleicht, dass es dem Tier gefällt, dies ist aber nicht so. Wenn das Tier die Augen schließt, heißt es, dass es in Ruhe gelassen werden möchte. Wenn die Tiere mit den Vorderläufen winken, bzw. kreisende Bewegungen ausführen, so ist dies ein Demutszeichen, mit dem sie ihre Unterwerfung ausdrücken. In der Paarung versucht das Männchen mit starkem Kopfnicken dem Weibchen zu imponieren. Solange bis das Weibchen langsam zurücknickt und sich auf und ab bewegt. Es zeigt damit seine Bereitschaft zur Paarung. Das Männchen versucht nun das Weibchen zu bespringen und sich in ihrem Nacken zu verbeißen, um dann den Paarungsakt zu vollziehen. |
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